Wissenswertes – Herkunft, Anbau & Qualität

Herkunft, Anbau und Verarbeitung prägen die Qualität unserer Produkte.

Auf den folgenden Seiten geben wir Einblicke in unsere Arbeit, unseren Olivenhain und die Besonderheiten unserer Erzeugnisse. Wir zeigen, wie unser Olivenöl entsteht, was bei der Olivenernte entscheidend ist und worauf wir bei der Auswahl von Honig, Kräutern und weiteren Produkten achten.

Unsere Informationen richten sich an alle, die sich für hochwertige Lebensmittel, transparente Herkunft und sorgfältige Verarbeitung interessieren – ohne Fachjargon, aber mit dem Blick fürs Wesentliche.

Themen auf dieser Seite

– Die Olivenernte und Bewirtschaftung unseres Hains

– Was gutes Olivenöl ausmacht

– Herkunft und Eigenschaften unserer Honige

– Kräuter, Tee und traditionelle Produkte aus Griechenland

Die Ernte

Unsere Oliven werden schonend geerntet. Wir legen große Netze unter den Baum. Mit einem Rüttler lösen wir die Oliven, sie fallen ins Netz und werden direkt in Kisten gesammelt. Blätter und kleine Zweige sortieren wir aus – je sauberer die Ernte, desto feiner später das Öl.

Zeit ist Qualität. Nach der Ernte bringen wir die Oliven möglichst am selben Tag zur Mühle. So bleiben Aroma und Frische erhalten und es entstehen weniger Fehlnoten. In Kisten statt in Säcken: Das verhindert Druckstellen und Erwärmung.

Vor dem Pressen werden die Oliven gewaschen. Danach werden sie zu einer Paste vermahlen und etwa 45 Minuten „gerührt“. Aus dieser Paste wird das Öl schonend „kalt“ gewonnen – so bleiben typische Fruchtnoten erhalten. In der Zentrifuge werden Öl, Wasser und Trester getrennt.

So entsteht unser natives Olivenöl extra. Direkt nach der Verarbeitung ist das Öl besonders frisch und duftet intensiv.

Das Ergebnis: ein Öl, das man nicht nur schmeckt – sondern auch riecht.


Unsere Bewirtschaftung


Unsere Olivenhaine bewirtschaften wir naturnah und mit Blick auf Boden, Pflanzen und Klima.

Zur Schädlingsabwehr und zur Reduzierung von Hitzestress setzen wir auf Kaolin als mineralischen Schutz.

Beim Baumschnitt anfallende Zweige und Äste werden gehäckselt und als Mulch im Hain belassen. So bleibt organisches Material im Kreislauf und schützt den Boden vor Austrocknung.

Zusätzlich fördern wir eine vielfältige Unterpflanzung, die den Boden bedeckt, durchwurzelt und auf natürliche Weise lockert. Auf eine maschinelle Bodenbearbeitung verzichten wir bewusst.


Was gutes Olivenöl ausmacht

Gutes Olivenöl entsteht nicht zufällig.

Qualität wird bereits im Olivenhain geprägt und setzt sich über Ernte, Verarbeitung und Lagerung fort. Viele Merkmale, die ein hochwertiges Olivenöl auszeichnen, sind für Verbraucher nicht sofort sichtbar – umso wichtiger ist es, sie zu erklären.


Frische und Erntezeitpunkt

Ein entscheidender Faktor für Qualität ist der Zeitpunkt der Ernte. Oliven werden für hochwertiges natives Olivenöl extra geerntet, wenn sie noch nicht vollständig ausgereift sind. Das Ergebnis ist ein Öl mit ausgeprägtem Aroma, mehr natürlichen Inhaltsstoffen und stabiler Haltbarkeit. Frisch geerntete Oliven sollten möglichst schnell verarbeitet werden, um Oxidation und Qualitätsverluste zu vermeiden.


Schonende Verarbeitung

Natives Olivenöl extra wird ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen. Eine niedrige Verarbeitungstemperatur und kurze Verarbeitungszeiten sind entscheidend, um Geschmack, Duftstoffe und wertvolle Inhaltsstoffe zu erhalten. Je weniger Zeit zwischen Ernte und Pressung vergeht, desto höher ist in der Regel die Qualität des Öls.


Säuregehalt – ein Qualitätsmerkmal

Der Säuregehalt ist ein objektives Kriterium zur Einordnung von Olivenöl. Für „natives Olivenöl extra“ liegt der gesetzliche Grenzwert bei maximal 0,8 %. Hochwertige Öle liegen deutlich darunter. Ein niedriger Säuregehalt ist ein Hinweis auf gesunde Oliven und eine saubere, sorgfältige Verarbeitung.


Geschmack und Aroma

Gutes Olivenöl zeichnet sich durch ein ausgewogenes Zusammenspiel von fruchtigen, leicht bitteren und pikanten Noten aus. Diese Eigenschaften sind typisch für frisches Olivenöl aus frühen Ernten und werden von Sorte, Klima und Anbauweise beeinflusst. Bitterkeit und eine leichte Schärfe sind dabei kein Mangel, sondern ein Zeichen für natürliche Inhaltsstoffe.


Lagerung und Verpackung

Licht, Wärme und Sauerstoff sind die größten Feinde von Olivenöl. Hochwertige Öle werden daher lichtgeschützt abgefüllt und kühl gelagert. Eine geeignete Verpackung trägt entscheidend dazu bei, Qualität und Geschmack über einen längeren Zeitraum zu bewahren.



Unsere Olivenöle entstehen unter genau diesen Voraussetzungen – von der Pflege des Olivenhains bis zur Abfüllung.


Herkunft und Eigenschaften unserer Honige

Unser Honig stammt aus der Region Arkadhia im Herzen der Peloponnes. Dort arbeiten wir mit einem kleinen, familiengeführten Imkereibetrieb zusammen, der seit vielen Jahren nach traditionellen Methoden im Einklang mit der Natur imkert.

Die Bienenvölker stehen fernab von industrieller Landwirtschaft, eingebettet in eine vielfältige mediterrane Landschaft mit wilden Kräutern, Thymian, Kastanien und Bergpflanzen. Diese natürliche Umgebung prägt den Charakter unserer Honige ebenso wie die sorgfältige Arbeit des Imkers.

Die Honige werden nicht industriell verarbeitet, sondern schonend geschleudert und unbehandelt abgefüllt. So bleiben Aroma, Konsistenz und die natürlichen Eigenschaften des Honigs erhalten. Jeder Honig spiegelt die jeweilige Tracht wider – von fein-blumig bis kräftig-würzig – und unterscheidet sich von Ernte zu Ernte leicht, so wie es bei einem echten Naturprodukt sein sollte.

Wir beziehen bewusst keine Massenware, sondern ausgewählte Honige aus überschaubarer Produktion. Herkunft und Qualität stehen für uns im Vordergrund – genau wie bei unserem Olivenöl.

Kräuter, Tee und traditionelle Produkte aus Griechenland

Unsere Kräuter, Tees und ausgewählten traditionellen Produkte stammen aus kleinen Betrieben in Griechenland, die mit viel Erfahrung und Sorgfalt arbeiten. Ein Teil kommt aus dem Umfeld unseres Imkers, der andere – und größte Teil – aus dem Pilion-Gebirge, hoch in den Bergen Zentralgriechenlands.

Dort widmet sich ein familiengeführter Betrieb ausschließlich dem Anbau, der Sammlung und der schonenden Verarbeitung von Kräutern und Tee. Die Pflanzen wachsen in Höhenlagen, fernab von intensiver Landwirtschaft, und entwickeln durch das besondere Klima und die kargen Böden ihr charakteristisches, intensives Aroma.

Geerntet wird von Hand, zum richtigen Zeitpunkt und in kleinen Mengen. Die Kräuter und Tees werden anschließend langsam und schonend getrocknet, damit Farbe, Duft und Geschmack erhalten bleiben. Auf industrielle Verarbeitung oder Massenproduktion wird bewusst verzichtet.

So entstehen ehrliche Produkte, die ihre Herkunft widerspiegeln – naturbelassen, aromatisch und vielseitig einsetzbar in Küche und Alltag.

Wichtige Laborwerte bei nativem Olivenöl extra

Um die Qualität unseres nativen Olivenöls extra objektiv beurteilen zu können, wird es regelmäßig im Labor analysiert. Dabei werden mehrere Kennzahlen ermittelt, die international anerkannt sind und auch auf unserem Analysezertifikat ausgewiesen werden.


Säuregehalt (Acidity)

Der Säuregehalt gibt an, wie viele freie Fettsäuren im Olivenöl enthalten sind. Er ist ein wichtiger Frische- und Qualitätsindikator.

Einheit: Prozent (% freie Ölsäure)

Für natives Olivenöl extra gilt: maximal 0,8 %

Niedrige Werte deuten auf gesunde Oliven und eine schonende, schnelle Verarbeitung hin.


K232-Wert (K232 – Conjugated Dienes)

Der K232-Wert misst frühe Oxidationsprodukte, die beim Abbau ungesättigter Fettsäuren entstehen.

Er zeigt an, ob das Öl frisch ist oder bereits oxidativen Stress erfahren hat. Niedrige Werte stehen für Frische und eine gute Lagerung.

Grenzwert für natives Olivenöl extra: ≤ 2,50


K268-Wert (K268 – Conjugated Trienes)

Der K268-Wert weist auf sekundäre Oxidationsprodukte hin, die bei gealterten oder schlecht gelagerten Ölen auftreten können.

Er hilft, raffinierte oder stark gealterte Öle zu erkennen

Grenzwert für natives Olivenöl extra: ≤ 0,22


ΔK-Wert (Delta K)

Der ΔK-Wert dient zur Erkennung von Mischungen mit raffiniertem Olivenöl. Er zeigt Unregelmäßigkeiten im UV-Spektrum.

Für natives Olivenöl extra muss er nahe 0

liegen.

Grenzwert: ≤ 0,01


Peroxidzahl (Peroxide Value)

Die Peroxidzahl misst primäre Oxidationsprodukte und gibt Aufschluss über den aktuellen Oxidationszustand des Öls.

Einheit: Milliequivalent aktiver Sauerstoff pro Kilogramm Öl (meq O₂/kg). Niedrige Werte bedeuten hohe Frische.

Grenzwert für natives Olivenöl extra: ≤ 20 meq O₂/kg


Transparenz und Qualität

Alle diese Werte zusammen ergeben ein objektives Bild der Ölqualität.

Sie bestätigen, dass unser Olivenöl die gesetzlichen Anforderungen für natives Olivenöl extra nicht nur erfüllt, sondern deutlich

unterschreitet – ein Zeichen für sorgfältige Ernte, schonende Verarbeitung.


Unsere Zertifikate finden Sie hier:

http://Schneider-Olivenoel.de/Zertifikate